Große Shapefiles & Geodatensätze auf dem Handy laden
Große Geodatensätze sind eine Herausforderung auf Mobilgeräten. Ein Flurstücks-Shapefile eines ganzen Landkreises kann 200.000 Polygone und 150 MB umfassen — und all das auf einmal in den Speicher zu laden, überfordert die meisten Handys und Tablets. Der naive Ansatz, jedes Feature bei jedem Zoomlevel zu rendern, skaliert schlicht nicht.
GoGIS wurde von Grund auf für den Umgang mit großen Daten auf Mobilgeräten entwickelt. So funktioniert es.
Wie GoGIS mit großen Daten umgeht
Wenn Sie eine Datei in GoGIS laden, wird nicht der gesamte Datensatz in den Speicher geladen. Stattdessen werden die Daten in eine indizierte räumliche Datenbank auf Ihrem Gerät importiert. Das bedeutet:
- Nur sichtbare Features werden gerendert — wenn Sie in eine Nachbarschaft hineingezoomt haben, zeichnet GoGIS nur die Flurstücke in dieser Ansicht, nicht den gesamten Datensatz. Die Karte zeichnet bis zu 25.000 Features gleichzeitig — mehr als genug, um jeden Bildschirm zu füllen — während der komplette Datensatz im Hintergrund durchsuchbar und abfragbar bleibt.
- Räumliche Indizierung macht Abfragen schnell — ein Feature antippen, um seine Attribute zu sehen, ist sofort möglich, selbst bei Ebenen mit Millionen von Datensätzen, da der räumliche Index den richtigen Datensatz findet, ohne die gesamte Tabelle zu durchsuchen
- Speicher bleibt kontrolliert — die App versucht nicht, den gesamten Datensatz im RAM zu halten, stürzt also nicht ab und Ihre anderen Apps laufen weiter
Was „groß“ wirklich bedeutet
Um es in Zahlen zu fassen: Hier sind die Arten von Datensätzen, die GoGIS routinemäßig verarbeitet:
- Flurstücksdaten auf Kreisebene — 50.000 bis 500.000 Polygone mit vollständigen Attributtabellen. Das ist die häufigste „Big Data“-Anfrage von Nutzern.
- Landesweite Flurstücksdaten — nicht nur ein Landkreis, sondern ein ganzes Bundesland. GoGIS hat den gesamten Bundesstaat Washington — 3,5 Millionen Flurstücke — in seine räumliche Datenbank auf einem Handy importiert. Sie können den gesamten Datensatz durchsuchen, abfragen und durchstöbern; die Karte rendert, was in Ihrer aktuellen Ansicht liegt, während der Rest indiziert und bereit bleibt.
- Straßenachsen — landesweite Straßennetze mit 100.000+ Liniensegmenten.
- Infrastrukturinventare — Strommasten, Kanalschächte, Hydranten, Schilder — Punktebenen mit Zehntausenden von Features und angehängten Fotos.
- Umweltgrenzen — Feuchtgebietspolygone, Bodeneinheiten, Landbedeckungsklassifikationen über große Gebiete.
Praktische Grenze: Die Einschränkung ist normalerweise nicht die Anzahl der Features — sondern der Speicherplatz Ihres Geräts. Eine Flurstücksebene mit 500.000 Features kann als Shapefile 200 MB groß sein und in der räumlichen Datenbank auf 300–400 MB anwachsen. Stellen Sie sicher, dass genügend freier Speicherplatz vorhanden ist, bevor Sie sehr große Dateien laden.
Unterstützte Formate
Große Datensätze kommen je nach Quelle in verschiedenen Formaten. GoGIS verarbeitet alle gängigen:
- Shapefile (.shp in .zip) — das verbreitetste Format auf offenen Geodatenportalen. Legen Sie die ZIP-Datei in GoGIS und sie wird automatisch entpackt und importiert.
- GeoPackage (.gpkg) — der moderne Nachfolger von Shapefiles. Unterstützt mehrere Ebenen in einer Datei, was bei großen Datensätzen mit zugehörigen Tabellen nützlich ist.
- GeoJSON (.geojson) — verbreitet bei webbasierten Daten. Sehr große GeoJSON-Dateien (500 MB+) brauchen länger beim Import, weil die gesamte Datei geparst werden muss, im Gegensatz zu Shapefiles, die inkrementell gelesen werden können.
- KML/KMZ (.kml, .kmz) — Google Earth-Format. Funktioniert auch für große Datensätze, wobei KML-Dateien tendenziell größer sind als vergleichbare Shapefiles.
- CSV (.csv) — für Punktdaten mit Breiten-/Längengrad-Spalten. GoGIS liest die Koordinaten und stellt sie auf der Karte dar.
Tipps für die Arbeit mit großen Datensätzen
Farbcodierung verwenden
Wenn Tausende von Features auf dem Bildschirm sind, sehen sie alle gleich aus. Färben Sie nach einem Attribut ein — Zonentyp, Nutzung, Eigentümer, Status — und Muster werden sofort sichtbar. Das ist oft der eigentliche Grund, warum jemand einen großen Datensatz lädt: um das räumliche Muster zu erkennen.
Suchen und Filtern
Bei einem Datensatz mit Hunderttausenden von Features werden Sie nicht alle durch Scrollen durchgehen. Nutzen Sie die Such- und Filterwerkzeuge, um auf das Wesentliche einzugrenzen — ein bestimmter Eigentümer, ein Datumsbereich, ein Nutzungscode. GoGIS durchsucht alle Attribute in der indizierten Datenbank und springt auf der Karte zu den Treffern.
Mehrere Datensätze überlagern
Die eigentliche Stärke eines mobilen GIS liegt nicht nur im Öffnen einer großen Datei — sondern im Stapeln von Ebenen. Flurstücksdaten als Grundlage, Hochwasserzonen darüber, Ihre Feldbeobachtungen obendrauf. Ebenen ein- und ausschalten, um Zusammenhänge zu sehen, die in einem einzelnen Datensatz nicht offensichtlich sind.
Große Dateien aufs Gerät bringen
Die Dateien müssen irgendwie auf Ihr Handy kommen. Einige Möglichkeiten:
- iCloud Drive oder Google Drive — Datei vom Desktop hochladen, auf dem Gerät über die Dateien-App öffnen
- AirDrop — wenn Sie einen Mac haben, große Dateien direkt auf Ihr iPhone oder iPad senden
- E-Mail — funktioniert für kleinere Dateien, aber die meisten E-Mail-Anbieter begrenzen Anhänge auf 25 MB
- Direkter Download — viele Geodatenportale von Behörden bieten direkte Shapefile-Downloads an. Öffnen Sie den Link in Safari auf Ihrem Gerät und GoGIS kann die heruntergeladene Datei öffnen
Große Daten. Kleines Gerät. Kein Problem.
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